Ich habe bei dieser Tour früh eine Routine entwickelt, wie ich die nächsten 1-2 Tage plane. Abhängig von Streckenprofil, voraussichtlicher Fitness, Wetter, Unterkunfts- und Einkaufsmöglichkeiten überlege ich mir, bis wohin ich fahren möchte und buche vorab eine Unterkunft. Klappt hervorragend. Für heute war es besonders einfach. Für nachmittags war Regen angesagt, ich würde zwei vorgesehene Pässe fahren können und sogar noch deutlich vor dem Regen in Ax-les-Thermes sein. Bei Booking.com habe ich ein passendes Appartment gefunden und am Abend vorher gebucht. Bingo.
Es regnete viel früher, nämlich schon während meiner Auffahrt zum ersten Pass, dem Col d‘Agnès. Zu dem Regen gesellte sich Nebel. Am Pass habe ich nur schnell die Jacke angezogen, Licht ans Rad und ein Foto gemacht. Dann sofort weiter, nass geschwitzt bei inzwischen 9 Grad. An einer Hütte zwischen den beiden Pässen habe ich trockene Klamotten angezogen und einen Tee getrunken. Nach der Abfahrt vom zweiten Pass hörte der Regen auf; schönes Gefühl, wenn man nicht mehr so friert, die Finger nicht mehr steif sind vor Kälte und man irgendwann später die Zehen wieder spürt, weil die Schuhe getrocknet sind. Ein paar Kilometer vor dem Ziel gab es nochmal kräftigen Regen.
Pures Vergnügen ist dann eine lange, warme Dusche, so dass man nüchtern, insgesamt und vor allem rückblickend sagen kann: Es war doch wieder ein schöner Radtag.



Das kann man wohl sagen! Ein wahrer Traum!
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