Nach dem anstrengenden Tag gestern habe ich meine Route für heute umgeplant. Ich verzichte auf den Col d‘Aubisque und erspare mir so etwa 1.000 Höhenmeter. Stattdessen fahre ich über Lourdes nach Luz-Saint-Saveur. Frühstück in Bruges.
Der Radtag begann gemütlich mit einem Mini-Pass. Der Col de Saint-Ignace hat ein Höhe von sagenhaften 169 Metern. Die erste Pause mache ich im schönen Espelette.
Ich bin nur noch knapp 20 km von Spanien entfernt. Ab morgen geht es aber erst mal über die französischen Pyrenäen, dann erst nach Spanien. Dieses Foto zeigt einen für den heutigen Tag typischen Abschnitt.
Bordeaux hat ein gutes Radwegenetz, oft gibt es eigene Spuren für Busse und Radfahrer. Ich kam also schnell und bequem durch die Stadt. Glücklicherweise ging es heute meist durch bewaldete Gegenden, so dass die Hitze nicht so sehr störte. Die erste Pause machte ich an einer Kartbahn. Wer meine tourdefrance7.blogspot.com verfolgt hatte, wird wissen, was es dort zum Frühstück gab.
Die 18 km, die ich durch Bordeaux gelaufen bin, schaffen es natürlich nicht in die Überschrift. Da gehören nur Radkilometer hin. Obwohl das bei 35 Grad auch nicht nur entspannend war heute. Zum Glück geht’s morgen wieder aufs Rad. Hier ein paar Eindrücke von Bordeaux.
Nicht nur bei der deutschen Bahn kann man Sachen erleben. Um 8 Uhr 41 bekam ich heute eine email von der französischen Bahn; die für den Zug von Nancy nach Paris heute gebuchte Fahrradmitnahme sei leider nicht möglich. Ich könne kostenfrei auf einen Zug in den Folgetagen umbuchen oder heute ohne Fahrrad mitfahren. Da beides in meiner aktuellen Situation keine wirklich guten Optionen sind, bin ich zum Bahnhof spaziert. Nach Gesprächen mit 3 Leuten von der Bahn und fast 2 Stunden Wartezeit hatten sie eine Lösung gefunden. Mein Fahrrad wurde im Rollstuhlbereich in der ersten Klasse abgestellt und ich durfte nach dem ganzen Theater auch in der ersten Klasse sitzen. Zum Glück blieb noch Zeit für einen Stadtrundgang in Nancy und ich konnte mir den Place Stanislas (Weltkulturerbe) und die historische Altstadt ansehen.
Ursprünglich wollte ich heute nach Straßburg fahren. Weil es von dort aber keine verfügbare Zugverbindung mit Fahrradmitnahme nach Bordeaux gab, ist es Nancy geworden und damit ein paar Kilometer mehr. Der erste Teil der Streck war besonders schön, weil es auf einsamen kleinen Straßen oder Radwegen durch hügelige Waldlandschaften (Schatten!) mit einigen kleinen Seen ging. Üppiges Mittagessen bei einem Pfingsmarkt in einem Kuhstall.
Wieder einmal starte ich meine Tour mit dem traditionellen Familienwochenende im Elsass. Nach der Fahrt zur Wengelsbach folgt gleich der erste Fahrrad-Pausentag, wir wandern zum Cheval Blanc in Niedersteinbach. Wunderschöne Gegend, viel Spaß, gutes Essen und guter Wein.
Ich habe das Gefühl, dass sich meine Vorfreude in den letzten Tagen oder Wochen vor einer Tour von Mal zu Mal steigert, bei dieser Tour also (wieder einmal) am größten ist. Ich freue mich diesmal auf die besondere sportliche Herausforderung und - damit verbunden - auf veränderte Rad- und Reiseformen. Ich möchte mit wesentlich weniger Gepäck und mit etwas getuntem Rad fahren. Zelt, Luftmatratze und Schlafsack bleiben zu Hause und ich habe schmale Rennradreifen statt der breiteren Gravelreifen montiert. Unterkünfte werde ich mir jeweils kurzfristig suchen und ich freue mich dabei insbesondere, das eine oder andere Mal privat bei Leuten in Frankreich unterzukommen. Highlights werden auch die Besuche bei Rosa und Tom in Barcelona und Barbara und Hermann in Llubí.
Ich freue mich über eure Kommentare in diesem Blog. Insbesondere in den Pyrenäen könnte eure Motivation sehr helfen. Ich habe schon Respekt vor den Höhenmetern. Auch diesmal möchte ich gerne die eine oder den anderen von euch zum Spenden motivieren. Wer möchte, kann hier Nothilfe für Kinder in Gaza unterstützen https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/56607-peters-pyrenaeentrip