Mit dem Col du Garavel und dem Col de Jau bin ich heute zwei weniger berühmte Pässe gefahren, die mir aber sehr gut gefallen haben. Möglicherweise war meine Beurteilung aber auch durch das schöne Wetter heute beeinflusst. Von gestern Mittag 6 Grad auf heute Mittag 28 Grad ist schon ein Sprung. Ich weiß nicht, was Petrus sich dabei gedacht hat, mit meinem Start in die Pyrenäen die Temperaturen in Südfrankreich um 10 Grad runter zu dimmen und jetzt, wo die Pyrenäen praktisch hinter mir liegen, das Thermostat wieder hoch zu drehen.
Ein paar Eindrücke von der Strecke.
Mit der Einfahrt vom Col de Jau nach Nordkatalonien fallen die veränderte, mediterrane Landschaft und Ortsbilder bzw. Bauweisen auf.
Und die Abfahrt ist frisch asphaltiert, wie es gerne mal vor der Tour de France auf Passstraßen gemacht wird. „Un billard“ nennen Franzosen solche Straßen, weil die Reifen über sie gleiten wie Kugeln auf dem Billardtisch. So konnte ich den Pass trotz Serpentinen im Schnitt mit knapp 45 km/h runter rauschen.
Anders an den heutigen Pässen war, dass es nicht nach jedem Kilometer Hinweischilder (gefahrene Passkilometer, Höhe, Steigungsprozent des nächsten Kilometers) gab, dass viel weniger Radfahrer unterwegs waren und dass außer ein paar Ferraris und Porsches keine Autos unterwegs waren. Oft waren Vogelgezwitscher und Gebirgsbachrauschen die einzigen Geräusche. So hatte das ganze schon fast meditativen Charakter.









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